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SZ Vorbericht |
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In den Anfängerkursen, die zweimal pro Woche (dienstags und mittwochs) abgehalten werden, lernen die Kinder in sechs Wochen das Brustschwimmen in zehn bis zwölf Stunden. Doch je nachdem wie schnell sie Fortschritte machen, gibt es individuelle „Nachhilfestunden“. Auf jeden Übungsleiter kommen höchstens fünf Kinder. Die Kurse laufen das ganze Jahr durch. Die Wartelisten sind bis Mai 2011 voll. Am Ende sollen die Kinder das „Seepferdchen“ bestehen (Sprung ins Wasser, 25 Meter Schwimmen sowie das Ertauchen eines Gegenstandes in schultertiefem Wasser). „Wir versuchen alle Kinder individuell zu fördern.“ Jene, für die das „Seepferdchen“ am Ende och ein bisschen zu früh kommt, gibt es das „Frosch-Abzeichen. „Unser Ziel ist es, die Kinder an das Wasser zu gewöhnen, so dass sie damit vertraut werden“, sagt Heidi Härle. Fortgeschrittene pausieren Auf den Fähigkeiten, die sich die Kinder in den Anfängerkursen erworben haben, bauen die Schwimmschulgruppen am Montag auf. 50 bis 60 Prozent der Kinder, die einen Anfängerkurs absolviert haben, nehmen im Anschluss an einem Kurs der Schwimmschule teil. Eingeteilt in Leistungsgruppen – dabei kümmert sich ein Übungsleiter um höchstens zehn Kinder – werden die Fähigkeiten weiter ausgebaut, die Kinder erlernen die Stilarten Rücken und Freistil, außerdem sollen sie ihre koordinativen Fähigkeiten verbessern. Voraussetzung ist, dass die Kinder eine 25-Meter-Bahn ohne Hilfsmittel schwimmen können. Dieses Angebot muss der TSV während der Schwimmbadschließung einstellen. Der logistische Aufwand wäre zu groß. Keine Frage, die Fortführung der Arbeit der Leistungsschwimmer ist gesichert. Sie werden, ähnlich wie die Mengener Schwimmer während der Umbauarbeiten am Mengener Hallenbad, durch die Bäder der Region tingeln, um dort zu trainieren. Doch der Verein sucht nach einer Möglichkeit, auch die Kleinsten irgendwo unterzubringen. Finden diese Kurse nicht statt, fehlt der Abteilung auch Geld, denn fast alles – außer 15 Prozent für die Übungsleiter – geht zurück an die TSV-Jugendabteilung. Da sei man den Stadtwerken für die Unterstützung dankbar, die mit ihrem Engagement die Kurse – und damit auch die „Einnahmequelle“ einer fünfstelligen Summe im niedrigen Bereich ermöglichten. Doch nun herrscht Ungewissheit. In der Abteilung wird über einen Umzug der Anfänger ins Schwimmbad der Hummelschule nachgedacht, doch auch diesem Bad droht die Schließung. Heidi Härle und Monika Forstenhäusler hoffen auf eine Lösung: „Natürlich versuchen wir, etwas zu kriegen. Doch wir haben Glück, dass das Bad in Bad Saulgau überhaupt saniert wird, dass die Stadt das in diesen Zeiten in Angriff nimmt.“ Wie wichtig ist, dass die Kurse fortgesetzt werden, zeigt die Tatsache, dass alle derzeitigen TSV-Spitzenschwimmer die Schwimmschule oder einen Vorläufer absolviert haben. So steht in den kommenden Monaten auch die Zukunft des Leistungsschwimmens in Bad Saulgau auf dem Spiel. (Erschienen: 23.09.2010) |
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