Bad Saulgau/Wuppertal
„Wir sind auf dem richtigen Weg“

 

Tina Knäpple hat bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Schwimmer in Wuppertal drei Starts absolviert. Im Vergleich zu den württembergischen Meisterschaften steigerte sich die 19 Jahre alte Gymnasiastin, die inzwischen in Heidelberg lebt, aber nach wie vor für den TSV Bad Saulgau startet. Nach dem 26. Platz über 400 Meter Lagen (4:59,03) zum Auftakt am Freitag, belegte sie über 200 Meter Schmetterlin den 27. Platz in 2:22,15 Minuten und über 100 Meter Schmetterling den 35. Platz in 1:04,689 Minuten. Mit Tina Knäpple sprach SZ-Regionalsportredakteur Marc Dittmann.

SZ: Tina Knäpple, wie zufrieden waren Sie mit Ihren Leistungen in Wuppertal?

Tina Knäpple: Über 400 Meter Lagen war ich zufrieden, über 100 Meter Schmetterling war die Zeit akzeptabel, über 200 Meter Schmetterling war ich nicht so zufrieden. Darüber habe ich auch lange mit meinem Trainer, Michael Spikermann, gesprochen. Ich hatte mit einer starken Nervosität zu kämpfen. Aber eines haben die Wettkämpfe gezeigt: Wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg.

SZ: Und wenn Sie jetzt noch einmal die einzelnen Strecken Revue passieren lassen …?

Knäpple: Über 400 Meter Lagen hat es sich schon richtig gut angefühlt, vor allem auf dem Rücken-Teilstück. Das war sehr gut. Deshalb wollen wir jetzt im Training auch gesteigerten Wert auf meinen Nicht-Spezialstrecken legen, auf die Rücken- und auf die Brustlage.

SZ: Wohl auch, um neue Trainingsanreize zu setzen?

Knäpple: Ja, genau. Über 100 Meter Schmetterling ist natürlich keine grandiose Zeit herausgekommen, aber es war schon besser als bei den württembergischen Meisterschaften zuletzt. Ich habe meine Probleme bei den Wenden. So musste ich über 100 Meter jede Wende angleiten, das heißt, es hat mir bei keiner Wende auf den Punkt gereicht. So etwas bedeutet natürlich einen enormen Zeitverlust. Aber ich weiß jedenfalls nun, woran es liegt und woran wir arbeiten müssen.

SZ: Wo lagen die Probleme auf der 200-Meter-Delfinstrecke außer vielleicht, dass Sie nervös waren?

Knäpple: Nun, auf den 200 Metern lag eigentlich mein Hauptaugenmerk und ich war deshalb – wie gesagt – ziemlich nervös, von Anfang an.

SZ: Wie geht es für Sie nun weiter?

Knäpple: Ich werde noch zwei Wettkämpfe bestreiten, vermutlich einen auf der Langbahn und einen auf der Kurzbahn. Wahrscheinlich werden das die Wettkämpfe in Karlsruhe und der Stroppel-Cup in Bad Saulgau sein. Aber das muss ich noch mit dem Trainer besprechen. Im Januar geht es dann ins Trainingslager auf Fuerteventura mit dem TSV Bad Saulgau.

SZ: Und wie sieht es mit einem Höhentrainingslager aus?

Knäpple: So in der Höhe wie Clemens habe ich eigentlich noch nie trainiert. Ich war einmal im Höhenlager. Mir hat's gefallen und die Ergebnisse waren nicht so schlecht.

(Erschienen: 15.11.2010 22:10)